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Wenn Adenomyose und Endometriose im Job zum Dauerzustand werden – und warum viele zu lange warten

  • Autorenbild: Tanja Schultefrankenfeld
    Tanja Schultefrankenfeld
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Frau im Business-Outfit sitzt erschöpft am Schreibtisch – Alltag mit Adenomyose und Endometriose im Job

Viele Frauen mit Adenomyose oder Endometriose erleben genau diesen Zustand im Arbeitsalltag - nach außen funktioniert alles, innerlich wird es immer anstrengender.


Ich höre in Gesprächen selten: „Eigentlich funktioniert es noch.“


Was ich viel häufiger höre, ist etwas ganz anderes. Sätze wie:


„Ich kann nicht mehr“,

„Ich habe Schmerzen ohne Ende“ oder

„Ich habe schon so viel ausprobiert, aber nichts hilft nachhaltig.“


Das sind die Punkte, an denen Frauen zu mir kommen. Nicht am Anfang und auch nicht in der Phase, in der sich erste Veränderungen zeigen, sondern dann, wenn sie bereits über einen längeren Zeitraum versucht haben, ihren Alltag irgendwie aufrechtzuerhalten.


Was ich bei Frauen mit Adenomyose und Endometriose im Job immer wieder erlebe


Die meisten, die zu mir kommen, haben einen langen Weg hinter sich. Sie haben ausprobiert, angepasst, durchgehalten, sich informiert, Termine wahrgenommen und immer wieder nach Lösungen gesucht. Gleichzeitig läuft ihr Alltag weiter – im Job, in der Familie, in allem, was sie tragen. Und oft funktioniert das auch eine ganze Zeit lang.


Bis zu dem Punkt, an dem es nicht mehr geht.


Der Körper wird lauter, die Schmerzen nehmen zu, die Ausfalltage häufen sich. Was vorher noch irgendwie kompensiert werden konnte, funktioniert nicht mehr in der gleichen Form. Und genau dann entsteht dieses Gefühl von „Ich kann nicht mehr“, das viele erst sehr spät wirklich ernst nehmen.


Warum sich dieser Punkt nicht von allein löst


Was ich dabei sehr klar sehe: Dieser Zustand entsteht nicht plötzlich. Er baut sich auf. Viele merken früh, dass sich etwas verändert – dass der Alltag anstrengender wird, dass die Energie nicht mehr die gleiche ist, dass der Körper Signale sendet. Nur ist dieser Moment oft noch nicht eindeutig genug, um wirklich etwas zu verändern.


Also wird weitergemacht.


Verantwortung wird getragen, Termine werden eingehalten, der Alltag läuft weiter. Und genau dadurch entsteht eine Dynamik, die sich verstärkt. Der Körper passt sich nicht einfach wieder an, sondern verschiebt die Grenze. Das, was sich anfangs noch ausgleichen lässt, braucht mit der Zeit immer mehr Energie.


Der Unterschied liegt früher, als die meisten denken


Das ist der Punkt, den ich in Gesprächen immer wieder sehe – und der oft unterschätzt wird.


Viele Frauen kommen erst dann an den Punkt, an dem sie sich Unterstützung holen, wenn der Leidensdruck sehr hoch ist. Wenn kaum noch Energie da ist. Wenn der Alltag nur noch mit Mühe aufrechterhalten werden kann.


Dabei wäre es so viel leichter, diesen Schritt früher zu gehen.


In dem Moment, in dem du merkst, dass sich etwas verschiebt. In dem du noch Handlungsspielraum hast. In dem du noch nicht komplett erschöpft bist. Genau dort liegt eigentlich der Moment, an dem Veränderung am meisten möglich ist.


Was passiert, wenn du diesen Punkt übergehst


Wenn du immer weiter versuchst, allem gerecht zu werden, obwohl dein Körper längst klare Signale sendet, bleibt es nicht einfach so, wie es ist.


Die Belastung nimmt zu. Die Energie reicht immer weniger aus. Und der Abstand zwischen „es geht noch“ und „ich kann nicht mehr“ wird kleiner.


Das ist kein Zeichen von Schwäche und hat auch nichts mit mangelnder Disziplin zu tun. Es ist eine Entwicklung, die sich ergibt, wenn der Körper über längere Zeit mehr trägt, als ihm eigentlich guttut.


Daher mein gut gemeinter Rat an dich:


Nimm deine Situation ernst.

Priorisiere dich und deine Gesundheit.


Nicht irgendwann, wenn es gar nicht mehr geht – sondern jetzt.


Wenn du einmal klarer sehen willst, wo du gerade stehst, kannst du dafür meinen Selbsttest nutzen.




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