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Adenomyose und Endometriose im Job: Wenn Funktionieren wichtiger wird als echte Verbesserung

  • Autorenbild: Tanja Schultefrankenfeld
    Tanja Schultefrankenfeld
  • 21. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Es gibt diese Tage, an denen du morgens aufwachst und für einen kurzen Moment denkst, dass es heute vielleicht ein bisschen leichter wird. Der Schmerz ist nicht ganz so präsent, dein Kopf wirkt klarer, dein Körper fühlt sich etwas kooperativer an. Du stehst auf, gehst arbeiten, funktionierst. Vielleicht schaffst du sogar mehr als gestern. Vielleicht fühlst du dich fast ein kleines bisschen wie „du selbst“.


Und genau das gibt dir Hoffnung.


Die Hoffnung, dass sich alles doch noch einpendelt, dass dein Körper sich langsam reguliert, dass du nur weiter durchhalten musst, bis es irgendwann wirklich besser wird. Also machst du weiter. Du ziehst durch, organisierst deinen Alltag, hältst Termine ein, bist verlässlich, bleibst leistungsfähig. Nach außen wirkt es stabil. Nach innen beginnt etwas anderes zu passieren.


Die unsichtbare Falle: Warum kleine Fortschritte dich bei Adenomyose und Endometriose zurückhalten


Denn diese kleinen Fortschritte führen oft dazu, dass du dich noch weniger hinterfragst. Sie bestätigen dich darin, dass dein aktueller Weg irgendwie funktionieren müsste. Dass du einfach noch ein bisschen konsequenter sein darfst, noch ein bisschen disziplinierter, noch ein bisschen belastbarer. Zumindest manchmal.


Du gewöhnst dich daran, über deine Grenzen hinwegzugehen, weil es ja scheinbar möglich ist.



Eine erschöpfte Frau, die an Adenomyose oder Endometriose erkrankt ist und seitlich liegt.

„Vielleicht sieht es niemand – aber du spürst es jeden Tag.“


Adenomyose und Endometriose im Job: Wenn Funktionieren wichtiger wird als echte Verbesserung


Gerade im Berufsleben wird das schnell zur unsichtbaren Falle. Du hast Verantwortung, vielleicht ein Team, Deadlines, Erwartungen. Du willst nicht die sein, die ausfällt. Du willst nicht erklären müssen, warum es heute wieder nicht geht. Also kompensierst du. Du planst um deine Symptome herum, passt dich an, ziehst Energie aus Reserven, die eigentlich längst erschöpft sind. Und wenn es dann Tage gibt, an denen es ein bisschen besser läuft, nutzt du sie vollständig aus. Endlich wieder aufholen. Endlich wieder mithalten.


Warum sich deine Adenomyose und Endometriose Symptome nicht wirklich verbessern, obwohl du viel tust


In meiner täglichen Arbeit erlebe ich sehr häufig, dass Frauen mit Adenomyose und Endometriose im Job dauerhaft über ihre eigenen Grenzen gehen.


Was dabei leise entsteht, ist eine Dynamik, die sich von außen kaum erkennen lässt. Dein System bekommt keine echte Entlastung. Es bekommt nur kurze Verschnaufpausen, die sofort wieder gefüllt werden. Dein Körper sendet Signale, doch du interpretierst sie als Zeichen dafür, dass es bergauf geht. In Wirklichkeit fehlt ihm genau das, was er brauchen würde, um sich wirklich zu stabilisieren.

Viele Frauen beschreiben genau diesen Punkt sehr ähnlich. Sie haben schon viel ausprobiert, haben Routinen aufgebaut, achten auf sich, investieren Zeit und Energie. Es gibt immer wieder kleine Verbesserungen, kleine Lichtblicke, kleine Phasen, in denen es sich machbar anfühlt. Und trotzdem bleibt dieses Grundgefühl bestehen, nicht wirklich voranzukommen. Als würde sich alles im Kreis drehen, nur auf einem etwas angenehmeren Niveau.


Zwischen Fortschritt und Stillstand: Warum du bei Adenomyose und Endometriose feststeckst


Im Alltag zeigt sich das oft subtil. Die Konzentration reicht gerade so für das Nötigste, während gleichzeitig der Anspruch hoch bleibt. Die Energie schwankt stärker, als es nach außen sichtbar ist. Entscheidungen kosten mehr Kraft, als sie sollten. Und irgendwo im Hintergrund entsteht dieser leise Druck, weiter funktionieren zu müssen, weil es ja „eigentlich geht“.


Das betrifft nicht nur den Job. Das zeigt sich genauso im Familienalltag, im Mama-Sein, in Beziehungen. Überall dort, wo Verlässlichkeit, Präsenz und Verantwortung gefragt sind, entsteht dieser innere Spagat zwischen dem, was du leisten möchtest, und dem, was dein Körper dir gerade ermöglicht. Und solange es sich irgendwie ausgeht, bleibst du in genau diesem Modus.


Der entscheidende Wendepunkt: Warum dein aktueller Umgang deine Symptome stabil hält


Der entscheidende Punkt liegt oft nicht darin, dass du zu wenig tust oder dass dir Wissen fehlt. Viele Frauen wissen sehr genau, was ihnen guttun würde. Sie haben sich informiert, ausprobiert, angepasst. Der Knackpunkt liegt viel häufiger darin, dass sie weiterhin versuchen, innerhalb eines Systems zu funktionieren, das ihre Situation gar nicht wirklich berücksichtigt.


Die kleinen Fortschritte sorgen dafür, dass dieses System stabil bleibt. Sie geben dir genug Sicherheit, um weiterzumachen, und gleichzeitig zu wenig Veränderung, um wirklich etwas zu verändern. Es entsteht eine Art Zwischenzustand, der sich weder richtig schlecht noch wirklich gut anfühlt. Und genau deshalb bleibt er oft so lange bestehen.


Was du jetzt tun kannst, wenn sich deine Adenomyose und Endometriose Symptome nicht nachhaltig verbessern


Es geht nicht darum, noch mehr zu leisten oder noch konsequenter zu werden. Es geht darum, genauer hinzuschauen, an welchen Stellen du dich selbst immer wieder in diese Schleife zurückführst. Und welche Faktoren dafür sorgen, dass echte Veränderung bisher ausbleibt, obwohl du schon so viel investiert hast.

Denn es gibt ganz konkrete Muster, die dazu führen, dass Fortschritt ausbleibt, auch wenn sich einzelne Dinge kurzfristig verbessern. Diese Muster sind nicht immer offensichtlich, und genau deshalb bleiben sie so lange bestehen.


Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst…


👉 Genau dafür habe ich einen Selbsttest entwickelt, der dir zeigt, welche Faktoren bei dir gerade im Vordergrund stehen und an welcher Stelle es sich lohnt, genauer hinzusehen.


Du bekommst damit nicht nur eine Einordnung deiner aktuellen Situation, sondern auch ein klareres Gefühl dafür, welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sind.


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